Samstag, 1. September 2018

MINIKAPELLE, MILITÄRKRANKENHAUS UND MITTAGSSONNE

Hallo Ihr Lieben,
vor dem Abflug haben wir am letzten Tag noch einen kleinen Ausflug in die Umgebung gemacht. Bezaubernd war eine Mini-Kapelle, wo genau ein Mensch reinpasst. Daran hat ein Ordensbruder 15 Jahre lang gebaut. Das Besondere: Die Kapelle ist an die von Lourdes angelehnt und besteht aus Millionen von Scherben. Nach seinem Tod 1930 haben die Arbeit einige Ordensbrüder bis 1965 fortgesetzt. Dieser Teil unseres Ausflugs war sehr romantisch, weil die Kapelle zwischen Wäldern und Feldern lag, wo Kühe friedlich weideten und eine kleine gefräßige Maus ihr zweites Frühstück zu sich nahm.
Danach machten wir uns auf zu einem Krankenhausbunker der Deutschen. Hier war es feucht und kalt und ganz schön gruselig. Wir haben Überreste aus Kriegszeiten angeschaut wie Uniformen, Gasmasken, Helme, Notessensrationen, etc. Das Lazarett war für 800 Verwundete ausgelegt, aber es wurden mindestens 2000 behandelt, allerdings nur 3 Monate lang, denn dann hatten die Engländer den Krieg auf den Kanalinseln beendet. Wenn man bedenkt, dass an dem Krankenhaus viele hunderte Kriegsgefangene über 3 Jahre lang gebaut haben, wird es einem ganz anders zumute. Das war ein nachdenklicher Schlussakkord von unserem Aufenthalt hier auf den Kanalinseln. Jetzt chillen wir noch etwas am Pool, bevor uns der Bus zum Flughafen bringt. Bei unserem Anblick kommt so manch' ein Kriegsveteran in Wallung, aber es sei ihnen gegönnt:-).
Wir verabschieden uns von euch und hoffen, dass euch unsere Reise gefallen hat.
Die Rückreise wollen wir euch nicht vorenthalten: Mit über zwei Stunden Verspätung ging es von Guernsey nach Düsseldorf, da ein Vogel in den Propeller reingeflogen war. Der Kapitän höchstpersönlich ist dann ins Triebwerk gekrochen, um es zu reparieren. Dadurch war die Reise mit viel Geduld verbunden, denn wir kamen um 3:30 Uhr zuhause an. Sonja vertrieb sich die lange Zugfahrt mit Bastelarbeiten und ich mit Lesen. Jetzt müssen wir erst einmal viel Schlaf nachholen.

Liebe Grüße
Sonja und Maggie




















Freitag, 31. August 2018

SOMMERFRISCHE, SONNE UND SAND

Hallo Ihr Lieben,
obwohl wir schon seit drei Tagen auf Guernsey sind, haben wir von dieser Insel noch nicht viel gesehen, weil wir ständig auf anderen Inseln unterwegs waren. Heute haben wir nun unsere Home-Base auf eigene Faust erkundet. Mit einem Tagesticket kann man die ganze Insel umrunden, daher haben wir uns gleich nach dem Frühstück in den Bus gesetzt und sind entlang der Küste gefahren. Dazu schien endlich mal die Sonne und unsere Laune konnte nicht besser sein. Erster Stopp war eine malerische Bucht mit einer kleinen Festung. Hier befindet such heute ein Schiffswrackmuseum. Wir haben uns die "umgedrehte Kaffeetasse" nur von außen angeschaut und uns bei einem Händler gegenüber schöne Perlen in allen erdenklichen Größen und Farben angesehen. 
Danach ging es an den Strand. Hier habe ich gehofft, Bodyboarden zu können. Die Wellen waren allerdings winzig, sodass nur Kinder ihren Spaß gehabt haben. Aber ich hatte Freude am Zuschauen. Beim nächsten Halt mit dem Bus erwartete uns eine Mondlandschaft. Die Ebbe hat an der Küste lauter Felsen zum Vorschein gebracht! Hier waren auch kaum Boote zu sehen, nur ein paar Sonnenhungrige, die auf dem SUP unterwegs waren. Wir stiegen wieder in den nächsten Bus und sind zum Hafen gefahren, wo wir noch letzte Einkäufe erledigten und eine Kleinigkeit zu uns genommen haben. Jetzt werden wir noch packen, weil wir morgen früh auschecken müssen.
Wir wünschen euch einen schönen Abend,
Sonja und Maggie














Donnerstag, 30. August 2018

SARK, SCHIMMEL UND SCHOKOLADE

Hallo Ihr Lieben,
so langsam nehmen wir die Fähren wie zuhause den Bus. Heute haben wir Sark erkundet, die zweit größte der Kanalinseln. Vom Hafen aus ging es mit dem Traktor(!) in die Ortsmitte am höchsten Punkt der Insel. Auch hier sind Autos verboten. Für Touristen bleiben Pferdekutschen und Fahrräder. Der Ortskern wirkte wie ausgestorben, viele Läden und Häuser standen zum Verkauf. Die Immobilienpreise sollen dennoch so hoch wie in Hamburg an der Außenalster sein. Mir wäre es hier zu einsam und das Wetter auf Dauer auch zu britisch.
Im Postamt haben wir dann Postkarten und Briefmarken eingekauft, allerdings gab es dort auch Putzmittel und Haushaltswaren zu kaufen, ebenso Schreibwaren. Danach haben wir eine kleine Wanderung unternommen zu so einer Art chinesischen Mauer in Miniatur. Sonja entdeckte unterwegs ein Weingut, allerdings konnten wir die Qualität des Weines nicht beurteilen - eher dann schon die der Schokolade. Eine winzige Pralinen-Manufaktur lockt hier nämlich Schleckermäulchen aus aller Welt an. Der Brownie hat für zwei gereicht, so gehaltvoll war er!
Nachdem ich davon satt war, habe ich mein Vesper - einen Apfel - mit einem Pferd geteilt. Der Schimmel hat mir einfach zu tief in die Augen geschaut, sodass ich schwach geworden bin;-)
Danach besichtigten wir das Insel-Gefängnis, das aus genau zwei Zellen besteht. Zurzeit ist niemand inhaftiert, aber ein Gag für Fotos ist es allemal. Dann wanderten wir gemütlich zum Hafen zurück und pflückten hier und da eine Brombeere am Wegesrand. Sonja musste noch ein paar geschäftliche Anfragen von der Fähre aus erledigen, während ich nach Delfinen Ausschau hielt, leider ohne Erfolg. Dafür habe ich ein riesiges Kreuzfahrtschiff vor die Linse bekommen und fragte mich, wie das wohl bei den Gezeiten im Hafen anlegen will...wahrscheinlich gar nicht;-)
Nun sind wir wieder zurück im Hotel angekommen und machen uns heute mal einen gemütlichen Abend hier vor Ort. Wir senden euch allen liebe Grüße,

Sonja und Maggie























MINIKAPELLE, MILITÄRKRANKENHAUS UND MITTAGSSONNE

Hallo Ihr Lieben, vor dem Abflug haben wir am letzten Tag noch einen kleinen Ausflug in die Umgebung gemacht. Bezaubernd war eine Mini-Kap...