heute haben wir Herm besucht, mit insgesamt zwei Quadratmetern und 60 Einwohnern die kleinste der Kanalinseln. Hier fahren keine Autos und keine Fahrräder, nur zwei Traktoren. Es gibt genau eine öffentliche Toilette und genau ein Mensch liegt auf dem Friedhof begraben.
Am Morgen haben wir uns mit ein paar Leuten von der Reisegruppe an der Bushaltestelle versammelt aber nach der Überfahrt gingen wir schon getrennte Wege. Sonja und ich sind zunächst zum Shell-Beach spaziert, wo ich die meiste Zeit des Tages mit Muschelsammeln verbrachte. Sonja hat die Insel ganz umrundet während ich wie ein Kind in dem Zeitvertreib versank. Auch hier hat uns wieder das Spiel der Gezeiten fasziniert und auch eine kleine Meerjungfrau hatte damit zu kämpfen, sie wurde an Land gespült und musste von einem starken Mann wieder ins Wasser ausgesetzt werden;-)
Als wir uns am Spätnachmittag zum Hafen aufmachten, erlebten wir eine böse Überraschung: Unser Hafen, an dem wir angekommen sind, war ohne Wasser! Er sah aus als ob jemand einen Stöpsel in der Wanne rausgezogen hätte! Der Hafen wurde kurzerhand wegen der Gezeiten woanders hinverlegt. Gott sei Dank hatten wir genug Zeit eingeplant und die Fähre nach Guernsey noch erreicht. Aber in Guernsey erwarte uns dasselbe Spiel: Wir kamen an einem völlig anderen Hafensbschnitt an, alle Boote im Hafenbecken lagen im Sand! Also ich werde mich an die Gezeiten hier nie gewöhnen.
Am Abend lud mich Sonja ins Le Nautique ein, wo ein Gourmetkoch aus Deutschland kocht. Ich habe zum ersten Mal im Leben gratinierte Austern gegessen und mit der Hummerzange gekämpft. Es war ein unvergessliches Erlebnis, zumal wir mit dem schwäbischen Koch noch geplaudert haben, der sehr glücklich darüber schien, Besuch aus seiner Heimat zu Gast zu haben. Mit vollen Bäuchen verabschieden wir uns für heute von euch,
Sonja und Maggie
























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