wir haben euch noch gar nichts zu unserem Hotel gesagt, der Norfolk Lodge. Es ist ein verwinkeltes Hexenhaus, das schon bestimmt an die 80 Jahre auf dem Buckel hat. Die Gäste sind übrigens auch Ü80, wir senken also den Altersdurchschnitt gewaltig;-). Manch einer gehört sogar zum Club der 100-Jährigen und in der Hotel-Lounge können sich die Oldtimer tatsächlich einen Rollator ausleihen!
Heute hat also unsere Inselrundfahrt tatsächlich statt gefunden und wir haben viele schöne Ecken gesehen, allerdings unter abenteuerlichen Umständen, da eine Sturmwarnung heraus gegeben wurde. Daher fuhren weder Boote noch Schiffe, dafür gab es kräftige Windböen. Gott sei Dank hatten wir dicke Jacken und Mützen eingepackt. Immer wieder haben wir uns mitten im Wind fallen lassen und uns wie im Windkanal gefühlt.
Besonders beeindruckt haben uns die Gezeiten. Hier sind es die drittgrößten der Welt mit einem Unterschied von 12 Metern. Es ist schon witzig all’ die gestrandeten Bote zu sehen. Das muss man beim Anlegen schon berücksichtigen, damit man bei Flut wieder aufs Meer rauskommt. Wer das verpasst, muss sein Boot vom Traktor ins Wasser ziehen lassen. Übrigens steigt die Flut wirklich im Minutentakt und einige Touristen sind hier schon in Seenot geraten.
Jersey ist ferner bekannt für seine Dampfuhr, da es genau nur zwei auf der ganzen Welt (die andere steht in Vancouver) gibt. Sie steht am Hafen, funktioniert aber nicht mehr. Trotzdem ist sie eine Rarität.
Genauso eine Rarität ist das jährliche Oldtimer-Rennen, das ausgerechnet heute auf der Insel statt fand. Durch Zufall konnten wir mit den Fahrern sprechen und die Flitzer begutachten. Später haben wir am Strand eine kleine Pause gemacht und anschließend die Fauna und Flora studiert. Sonja - Gastronomin und im Nebenberuf Botanikerin - war wieder ganz in ihrem Element. Jetzt relaxen wir ein bisschen in unserem Altersheim und planen den morgigen Tag, den wir auf eigene Faust erkunden. Auf bald,
Eure Sonja und Maggie















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